Unsere Veranstaltungsberichte

15.02.2020

Tanzworkshop „Bewegung mit Leib und Seele“ 

Petra Birkefeld am 15.02.2020 in der Alten Mälzerei

Mosbach. Petra Birkefeld, Tanztherapeutin (BTD) aus Mosbach, gestaltete für den Naturheil-verein Mosbach einen Workshop mit viel Tanz und geführten Körperübungen, der Leib und Seele in Bewegung brachte. Birkefeld ist nach den Kriterien des Berufsverbandes Deutscher TanztherapeutInnen (BTD) zur Tanztherapeutin ausgebildet. Birkefelds Einführung machte deutlich, dass diese BTD-Ausbildung auch befähige, psychotherapeutisch in Kliniken oder in eigener Praxis zu arbeiten. Tanztherapie eigne sich für Kinder, Männer und Frauen jeder Al-tersgruppe und Fitnesszustand. Sie fördere auch Persönlichkeitsentwicklung und Bezie-hungsfähigkeit.

Die Grundlage von Tanztherapie sei die Überzeugung, dass sich die Seele des Menschen im Körper ausdrücke. Eine der Pionierinnen der Tanztherapie, Trudi Schoop, sagte gar, dass „das Wesen des Menschen … von zwei Seiten beeinflussbar“ sei: Von der seelischen, wie auch von der körperlichen Seite initiiert, können Prozesse in Gang kommen, die neue Er-kenntnisse und Erfahrungen bescheren und den Menschen verändern. Diese enge Verbin-dung zwischen Körper und Seele sei inzwischen durch die Forschung vielfach belegt, insbe-sondere die Säuglingsforschung könnte die Ideen und Vorgehensweisen der Tanztherapie ganz deutlich bestätigen.

In der Bewegung könne die Vielfalt des körperlichen und damit auch des seelischen Reper-toires erweitert werden. Bestehende Themen in Bewegung umgesetzt, könne neue Erfah-rungen bringen. Wichtig sei daher, so Birkefeld, die Impulse des Körpers wahrzunehmen und zu lernen, immer genauer hinzuspüren. Daher leitete sie die einzelnen Übungen mit Fragen zum genaueren Hinspüren an und bereitete mit angeleiteten Körperübungen vor. Kurze Aus-tauschrunden gaben zwanglos die Möglichkeit, über Erfahrenes zu sprechen und sich so über neue oder alte Impulse bewusst zu werden.

Das Leit-Thema des Workshops könne mit der Überschrift „Ich, in meiner Kraft und in mei-nen Grenzen, in Kontakt mit den Anderen“ umschrieben werden.

Bei Körperübungen im Liegen und Stehen erfuhren die Teilnehmer Entspannung und die Si-cherheit des Getragen-Werdens durch die Erde. Langsam und im individuellen Tempo der Teilnehmer wurde die „innere Aufrichtung“ zu einem neuen Erfahrungswert. Mit dem Wech-selspiel von „bei sich sein“ und „sich Raum nehmen“ konnte tänzerisch experimentiert wer-den. Die eigene „Haltung“, sowohl in seelischer wie auch in körperlicher Hinsicht, wurde da-bei spielerisch ausgedrückt. Birkefeld: „Das Vertrauen in die Ausdruckskraft des eigenen Kör-per wird gefestigt“.

Ein Nachmittag bei dem zu Musik und mit viel Tanz experimentiert und verschiedene Quali-täten und Ausdrucksweisen probiert werden konnten. Zwischen den angeleiteten Übungstei-len gab Birkefeld viel Raum, frei der Musik zu folgen und alles heraus zu tanzen, was noch in jedem persönlich steckte. Platz gab es genug im Raum „Tenne“ in der Alten Mälzerei. Wer es erlebt hat weiß: Im freien Tanz fühlt man sich lebendig und stark, kommt direkt und spiele-risch in Kontakt mit sich selbst und anderen und stärkt die Persönlichkeit.

Cornelia Schulz


31.01.2020

Lebendige Klangwelt - Sanfte Reise mit Gong und Klangschalen

Workshop von Elke Wagner am 31.01.2020 in der Alten Mälzerei 

Mosbach. Mit einem Workshop mit Klangschalen, Gong und vielen Matten, Decken, Kerzen sowie heimeliger Lichtstrahlung begann das Jahresprogramm des Naturheilvereins Mosbach. Elke Wagner, Klangmassage-Praktikerin aus Mosbach, gestaltete einen Workshop zur „lebendigen Klangwelt“. Sie hat vor 6 Jahren mit ihrer Ausbildung bei Isabelle Breitenbach begonnen und sei auch noch heute fasziniert von der Vielfalt der Klänge aus Klangschalen, Gong und Koshis, die gut miteinander harmonieren.

Bevor die Töne erklangen und die Klangkörper zu schwingen begannen, ging Wagner auf die Geschichte, die Arten sowie deren Herkunft ein.

Klangschalen werden schon seit Jahrtausenden in Asien verwendet. Sie wurden damals nicht nur als Musik-Instrumente und Meditationsobjekte, sondern auch als Kochtöpfe und Schalen für Speis und Trank verwendet.

Es gebe Unterschiede in Größe, Form, Zusammensetzung sowie Stärke und somit auch in der Wirkungsweise und in deren Gestaltung. Früher wurden die Schalen ausschließlich in der Hitze gehämmert. Mittlerweile werden spezielle Klangschalen auch teilweise gegossen. Die Schalen bestünden aus unterschiedlichen Metall-Legierungen. Die bekanntesten Bestandteile seien Kupfer, Bronze, Messing, Zink, Silber und Gold.

Ihre Schwingungen und Klänge wirken wohltuend auf Körper, Geist und Seele und aktivieren die Selbstheilungskräfte. Sie können Blockaden lösen und körperliche Schmerzen lindern. Die Klänge der Klangschalen und das Zusammenspiel mit dem Gong fördern eine Tiefenentspannung oder auch, je nach Art des Spielens, die Kreativität. Viele weitere Einsatzmöglichkeiten und positive Effekte wurden von Wagner dargelegt. Der Mensch, mit seinem sehr hohen Wasseranteil, sei der reinste Klangkörper.

Die Schalen würden mit diversen Schlägeln und Klöppeln aktiviert. Diese unterscheiden sich ebenso in Größe und Art. So erzeuge man je nach Einsatz weiche und tiefe Töne oder auch laute und hohe.

Der Gong gehöre zu der Instrumentengattung „Selbstklinger“. Gongs zählen zu den ältesten und wichtigsten Musikinstrumenten Südostasiens. Die Ursprünge lassen sich bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen. Die weitverbreitete Vermutung, der Gong stamme ursprünglich aus China, sei falsch. Entstehungszentren waren u. a. Korea, Vietnam, Tibet, Indien, Thailand und Japan.

Im 16. Jahrhundert kamen die Gongs über den Seeweg nach Europa. Mindere Qualitäten wurden oft als Signalinstrumente für Essenszeiten eingesetzt. Der Einzug des Gongs in die westliche Musikwelt lasse sich auf das Jahr 1889 datieren.

Der Besitz eines Gongs stand früher als Zeichen von Wohlstand und Reichtum. Gongs werden meist aus Bronze gegossen und geschmiedet, evtl. werden Kupfer- und Zinnanteile zugegeben.

Wagner, die selbst einen Tam Tam-Gong mitgebracht hatte, verwies auf weitere Arten wie Fen Gongs und Buckel-Gongs. Gongs würden in vier Schritten hergestellt werden wie Gießen, Schmieden, Retuschieren sowie Stimmen.

Obertonreiche Töne wecken Emotionen und die Kreativität. Hierzu werde im Mittel- und Außenbereich gespielt. Je weiter man in das Innere dringe, desto tiefer und erdender würden die Töne. Die Schlägel werden wie bei den Klangschalen-Schlägeln eingesetzt: Je weicher und größer, desto wärmer, je härter und kleiner, umso höher und obertonreicher klingend.

Diese Einführung bildete den Übergang zu zwei entspannten, harmonisierenden und das Zeitgefühl verlierenden Klangreisen. Die Zuhörer erfuhren die Instrumente über ihre Gefühle und Empfindungen erfahren.Eine Verbundenheit mit den Tiefen des eigenen Selbst wurden vermittelt.

 

Cornelia Schulz


6. November 2019

Sehen und Wahrnehmen

Wenn das Zusammenspiel unserer beiden Augen nicht richtig funktioniert

Vortrag von Thomas Haug

Auf Einladung des Naturheilvereins Mosbach und Umgebung e. V. referierte der Augenoptikermeister und Optometrist Thomas Haug aus Bad Wimpfen in der Alten Mälzerei in Mosbach. Anhand von anschaulichen Bildern erklärte er detailliert wie die Zusammenhänge für unser Sehen funktionieren und wie bei Defiziten geholfen werden kann.

Jeder Mensch habe zwölf Hirnnerven, von denen vier direkt das Auge bzw. Sehen betreffen, das ist in erster Linie der Sehnerv, aber auch der Augenbewegungsnerv, der Augenrollnerv und der Augenabziehnerv und dazu noch der Gesichtsnerv, der die Bewegung der Augenlider mitsteuert. Insgesamt würden 70 % der Sinneswahrnehmung über das Auge erfolgen so Haug.

Das eigentliche Sehen, also die Gesamtheit der visuellen Wahrnehmung, sei das Ergebnis des Zusammenwirkens von verschiedenen Einzelfunktionen: Die Augenbewegungen dienen zur Orientierung und Klärung des eigenen Standorts, durch die Fixation ist der Standort des betrachtenden Gegenstandes möglich, dazu kommt das Scharfstellen und die Visualisierung.

Unbeschwertes und leistungsfähiges Sehen sei nur möglich, wenn alle Teilbereiche flüssig ineinandergreifen und sich nicht gegenseitig behindern oder ausschließen.

Visuelle Wahrnehmungsstörungen würden sich bei Kindern durch häufiges Augenreiben, Augenbrennen (Rötung), Kopfschmerzen, Lese- und Schreibprobleme und durch tollpatschiges Verhalten im Sinne von Anrempeln oder Übersehen von Dingen zeigen. Bei Erwachsenen seien zudem Ermüdungserscheinungen bei PC-Arbeit, Körperzwangshaltungen, Schmerzen und auch Burnout Indikatoren, um auch das „Sehen“ überprüfen zu lassen. Erstaunlich sei, welchen Einfluss die Augen auf die Körperhaltung habe. Haug zeigt anhand von praktischen Beispielen wie sich der Körper verhält, um gut zu sehen und Anspannungen entstehen können, wenn dies nicht so ganz möglich ist.

Auf die Lösungsmöglichkeiten eingehend, weist Haug auf die Anpassung von geeigneten Sehhilfen für die jeweilige Situation hin, aber auch visuelles Training (Scharfstellung, Augenbewegung) und die Anpassung von Prismenbrillen bei Winkelfehlsichtigkeit. „Winkelfehlsichtigkeit kann durch die Veränderung der Grundstellung der Augen ausgeglichen werden, Schielen nicht“, so Haug.

Wichtig ist ihm die ganzheitliche Betrachtungsweise, weil Vieles in einander greife. Er arbeite mit Osteopathen, Physiotherapeuten, Zahnärzten, Kieferorthopäden, Orthopäden, Podologen u. a. zusammen, um für den Patienten die bestmögliche Lösung zu finden.

Haug mache sich auch Gedanken über die Ursachen der zunehmenden Kurzsichtigkeit. Kurzsichtigkeit entstehe, in dem das Auge in die Länge gedehnt werde.

Das Umfeld der Kinder habe sich in den letzten Jahren stark verändert. Immer mehr Zeit werde vor dem Fernsehen, mit PC-Spielen, Facebook u. ä. in häufig schlecht beleuchteten Räumen verbracht. Diese stärker werdenden Anforderungen in der Nähe können ebenfalls zur Kurzsichtigkeit beitragen. Haug rät zu speziellen Kontaktlinsen, welche die Längendehnung des Auges verlangsamen und somit die Stärkenzunahme verringern. In Studien wurde hier eine Wirksamkeit von über 50 % nachgewiesen. Eine weitere Therapieform sei die Gabe von niedrig dosierten Atropintropfen.

Wichtig seien zudem Aktivitäten im Freien – mind. 2 Stunden täglich. Das Auge brauche helles Tages-/Sonnenlicht, um sich zu erholen, Schulpausen sollten im Freien ohne Smartphones verbracht werden. Grundsätzlich sei seine Empfehlung, die Nutzung der digitalen Technik auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Haug nahm sich noch viel Zeit, um die Fragen von betroffenen Eltern und den Fachfragen aus dem Publikum mit viel Wissen und Kompetenz zu beantworten.

Die Beirätin Cornelia Schulz weist zum Abschluss auf den nächsten Veranstaltungstermin des Naturheilvereins Mosbach, die Engelmeditation mit Anne Grimm am 28.12.19, hin. Eine Anmeldung hierzu sei nicht erforderlich. Das Programmheft für das Jahr 2020 sei bereits im Druck.

 Cornelia Schulz



10. November 2019

Einblicke in die Astrologie „Das Geburtshoroskop“ ein Seminar mit Maria Stock.

Dieses Seminar richtete sich an Menschen, die der Astrologie offen und neugierig begegnen. Die TeilnehmerInnen trafen sich am Samstag Nachmittag und beschäftigten sich mit Maria Stock mit dem Aufbau eines Horoskops  und dem Geburtshoroskop.

Anhand eines Beispielhoroskops konnten die TeilnehmerInnen Einblicke erhalten, welche Lebensthemen und -aufgaben in einem Horoskop sichtbar werden.

 In angenehmer Atmosphäre im Bildungshaus Neckarelz hat dieser Samstagnachmittag allen Beteiligten gut gefallen.

 Rolf Ehrle


19. Okt. 2019

Open Hands - eine meditative Art des Handauflegens Einführungskurs für die Anwendung bei sich selbst und anderen.

Birgit Wilms, Sonderschullehrerin, Lehrerin der Open Hands Schule leitete das Seminar in Aglasterhausen in angenehmer Atmosphäre über ein Wochenende.

 Das Handauflegen findet seit jeher in den verschiedenen Kulturen der Welt Anwendung. Das Wissen darüber und das Vertrauen in diese in uns Menschen angelegte Fähigkeit sind teilweise in Vergessenheit geraten und konnten in dem Seminar gut vermittelt werden.

 „Öffnen - geschehen lassen - danken“ so Birgit Wilm - kennzeichnet die Grundhaltung.

 Das Seminar wird wegen großer Nachfrage wiederholt. 

Anmeldungen direkt bei Birgit Wilm: 06262 5279

Rolf Ehrle


29. Juni 2019

Casa Medica

Ausflug des Naturheilvereins Mosbach in das Naturheilsanatorium Casa Medica Dallau

„…, wenn das Gute liegt so nah“, das dieses Zitat (frei nach J.W. von Goethe) aktueller und zeitgemäßer denn je ist, davon konnten sich rund 40 Gäste bei einem Besuch ins Naturheilsanatorium Christina Leser, veranstaltet vom Naturheilverein Mosbach, überzeugen. 

Geschickt verknüpfte Christina Leser in ihrem interessanten Vortrag die Geschichte des Hauses mit den angebotenen Therapien. Hier hat die Quellwasser-Dauerbrause als bewährte Hydrotherapie einen herausragenden Anteil, zumal das Brausen in Verbindung mit dem hauseigenen Quellwasser weltweit einzigartig ist. Entdeckt wurde die heilende, regenerierende und reinigende Wirkung der Dauerbrause im Jahre 1918 von dem Amerikaner C. Parasco. Ein Schüler von Pfarrer Kneipp, der Naturheilarzt Fr. Benedict Lust, forschte auf diesem Gebiet weiter, bis schließlich durch die Familie Dorschner der Erfolg der Dauerbrause nach Dallau geholt wurde. Seit dem Jahr 2006 setzte Familie Leser das bewährte Konzept fort und rundete das Angebot mit zum Konzept des Hauses passenden Therapien ab. 

Damit Menschen mit verschiedenen körperlichen Beschwerden (z.B.: Arthrose, Rheuma, Herz-Lungenerkrankungen usw.) leichter und effektiver ihre Leistungsfähigkeit steigern können, wird das RedHot-Regenerations-Training in einem von Karl Flanderka speziell entwickelten RedHot-Raum angeboten. Hier bewegt man sich bei hohen Temperaturen (ca. 60°-70°C) und extrem niedriger Luftfeuchtigkeit (ca. 10%) auf einem Crosstrainer oder Spinning-Rad im langsamen Ausdauerbereich. Die geringe Luftfeuchtigkeit erlaubt, dass das Herz-Kreislaufsystem, sowie die Lunge, wenig belastet werden. Durch die eingesetzte Strahlungswärme wird, wie auch bei der Dauerbrause – ein Hyperthermieeffekt erzielt, d.h. Wärme dringt in den Körper ein und erwärmt die Organe.

Spannend wird es auch bei der Therapie AVWF, der Audio-Visuellen-Wahrnehmungsförderung. Hierbei handelt es sich um eine Methode der „Gehirnstimulierung durch schallmodulierte Musik“, die ursprünglich für verhaltensauffällige und lernschwache Kinder entwickelt wurde, danach allerdings seinen Weg über burnoutgefährdete und dauerüberlastete Erwachsene bis in den internationalen Spitzensport fand. Frau Leser zeigte sehr eindrücklich ein dreistufiges Modell des Gehirns. Das Gehirn entwickelte sich im Laufe der menschlichen Evolution zu einer Art „Gehirngebäude“, wobei sich der älteste Gehirnteil im „Erdgeschoß“, das Limbische System in der „ersten Etage“ und der jüngste Teil, der „Cortex“, in der Chefetage befindet. Wie in einem Haus, sind alle drei Etagen miteinander verbunden, sind aber, bedingt durch unser bewegtes Leben, nicht immer im Gleichgewicht. Bei der AVWF-Methode werden Schallwellen in einem Musikstück derart moduliert, dass sie über in der Mittelohrmuskulatur gelegene Nervenfasern das autonome Nervensystem stimulieren und wieder in Balance bringen. Das Gehirn ist dann wieder in der Lage, schneller zu arbeiten und die Zusammenarbeit der beiden Gehirnhälften wird verbessert.

Im Haus Casa Medica arbeiten viele Therapeuten zum Wohle des Gastes, angefangen beim Orthopäden Dr. Leser, Heilpraktikerin Sieglinde Küßner, bis hin zu Physiotherapeuten, Osteopathen und Masseuren.

Heilpraktikerin Sieglinde Küßner spannte in Ihrem Vortrag über „Irisdiagnose“ einen interessanten Bogen von einem Modell beider Augen mit dem Bezug zu den verschiedenen Organen (Histopographie) zur beispielhaften Vorstellung „echter“ Augen. Hierbei werden beide Augen fotografiert und stark vergrößert und schon waren die Gäste mittendrin in einer spannenden Entdeckungsreise, um den Geheimnissen der unterschiedlichen Farben, Strukturen und Veränderungen im Auge auf die Spur zu kommen. Es gibt genetisch veranlagte Zeichen, aber auch solche, die sich im Laufe unseres Lebens gebildet haben und dem Geschehen in unserem Körper ein „Bild“ verleihen. Je nachdem, was so ein Blick ins Auge offenbart, kann eine individuelle Therapie zum Einsatz kommen.

Der Ausflug ins Naturheilsanatorium wurde abgerundet durch die herausragende Verköstigung und das Abendessen mit biologischer Vollwertkost. Die Gäste konnten sich davon überzeugen, dass die angebotene Ernährung mit frischer biologischer Vollwertkost die Philosophie des Hauses abrundet. Ehrliche Lebensmittel und Kräuter werden in den hauseigenen Gärten liebevoll aufgezogen, frisch geerntet und direkt von Hand verarbeitet. Bei einer Kräuterführung mit Gabi Nießen lernten die Gäste alltägliche und besondere Kräuter bzw. Pflanzen kennen und erhielten einen Einblick zur Anwendung in der Küche oder in der Naturheilkunde.

Christina Leser ist es eine Herzensangelegenheit, den Gästen des Hauses ein für sie passendes Konzept anzubieten, sie zu verwöhnen und mit Herzlichkeit und Wärme ihren Aufenthalt zu begleiten. Dazu braucht es ein bewährtes großes Team mit Engagement, Herz und Freude, das in diesem Haus arbeitet. Dass dies gelingt, konnten die Besucher an der besonderen Atmosphäre, die die Casa Medica ausstrahlt, spüren. 

Ein großes Dankeschön an Frau Leser und das gesamte Team für den gelungenen Nachmittag. 

Gabi Nießen


September 2018

Scheckübergabe

Naturheilverein Mosbach und Umgebung e.V. unterstützt Mosbacher Grundschulen

 Mosbach.  Seit 1995 ist der Naturheilverein Mosbach und Umgebung e. V. mit seinen Ehrenamtlichen aktiv. Jährlich werden viele Vorträge und Seminare zu dem Motto „Bewusst Leben, gesund ernähren, natürlich heilen“ angeboten, um Menschen zu ermuntern, Ihren eigenen optimalen Weg in Sachen Selbstverantwortung und Gesundheit zu gehen. Ziel ist es, eine Vielfalt an Möglichkeiten aufzuzeigen und zu helfen, sich ein umfangreiches Wissen über die Ursachen von Krankheiten und Problemen aufzuzeigen. 

Im Juni hat der Naturheilverein die Mosbacher Grundschulen angeschrieben. Die Idee war, Projekte der Schulen zu unterstützen, die zu den 6 Säulen der Naturheilkunde passen, die auch der Dachverband, der Deutsche Naturheilbund, als Basis für das Leben aufgeführt hat. Das Spektrum, umfasst die Bereiche:  
Die Heilkraft der ERNÄHRUNG
PFLANZEN für Körper und Seele 
Lebensquell WASSER
BEWEGUNG ist Leben 
In der ORDNUNG liegt Kraft 
UMWELT bewusst wahrnehmen.

Sechs Mosbacher Grundschulen haben sich mit ganz tollen Projekten gemeldet und werden genau zum Beginn des neuen Schuljahres mit jeweils 300 € vom Naturheilverein gefördert. 

Dem Thema Ernährung widmen sich gleich drei Grundschulen: Die Grundschule Diedesheimmöchte sich mit neuen Küchengeräten für ihre Aktionen ausstatten, die Wilhelm-Stern-Schule initiiert ein Kartoffelprojekt und in der Grundschule Waldstadt sollen gemeinsame Frühstücke die Gemeinschaft stärken. 

Die Clemens-Brentano-Schule will ein Staudenbeet anlegen und die Lohrtalschule will ihre seit ein paar Jahren begonnenen Projekte im Klostergarten finanzieren. 

Und dass Bewegung Leben ist, zeigt die „bewegte Waldsteige Grundschule. Ein neues stabiles Fußballtor soll animieren und spielerische Freude bringen, gerade nach langem und anfangs ungewohntem Sitzen im Unterricht.

 Das Team des Naturheilvereins freut sich, durch ihr Engagement die natürliche Lebensweise, der Umgang mit Pflanzen und die Bewegung bei Kindern der Grundschulen unterstützten zu können. Zudem können sich die Lehrkräfte mit einem vom Naturheilverein finanzierten Abo der Zeitschrift „Der Naturarzt“ an vielen Informationen (auch Rezepten) bereichern.

Das Programm des Naturheilvereins Mosbach und Umgebung e.V. liegt öffentlich aus oder kann unter www.naturheilverein-mosbach.de aufgerufen werden.

 Cornelia Schulz

für den NHV Mosbach

 2018

Kinderhände

Glück ist kein Zufall

Der Therapeut, Pädagoge, Philosoph und Buchautor Dr. phil Ernst Fritz-Schubert aus Heidelberg referierte auf Einladung des Naturheilvereins Mosbach in der Alten Mälzerei zum Thema Glück.

Als damaliger Schulleiter an der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg führte er 2007 das Schulfach Glück ein. Mittlerweile wird dieses Fach an über hundert Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterrichtet. Außerdem gründete er 2009 das Fritz-Schubert- Institut in Heidelberg. Dieses entwickelt und vermittelt Techniken zur Stärkung der Persönlichkeit und des ganzheitlichen Wohlbefindens. Fritz-Schubert findet es wichtig, Schülerinnen und Schülern zusätzlich zu den Inhalten des Lehrplans eine „Lebenskompetenz“ zu vermitteln. Den für ihn sind Glück und Zufriedenheit erlernbar. Das Wort Glück kommt von „gelucken“ oder „gelingen“ und soll den Sinn des gegründeten Institutes,  (die Voraussetzung für ein gelingendes Leben) aufzeigen. 

In seinem interaktiven Vortrag stellte der Referent gleich die erste Frage: „Wie glücklich sind sie auf einer Skala von eins bis zehn? “ Erst bei sieben begannen sich die Zuhörer zu melden und bei acht hörten die Handzeichen auch schon auf. Damit erfülle man den Durchschnitt der Deutschen von 7,3 laut Weltglücksreport. Die Finnen gelten dort übrigens als die Glücklichsten. Die meisten der Deutschen halten Glück für Zufall. Doch „Glück haben“ und langfristig „glücklich sein“ sind für Fritz-Schubert jedoch zwei verschiedene Dinge. Natürlich gäbe es Schicksalsschläge, die wir nicht beeinflussen könnten, aber es brauche Kompetenz damit umzugehen.

Der Referent stellte die nächste Frage: „Wie zufrieden sind sie mit sich selbst?“ Ein positiver Selbstwert trage einen großen Teil zum positiven Wohlbefinden bei. 

„Welche Einflüsse haben sie langfristig glücklich gemacht?“ war die nächste Frage von Fritz-Schubert. Eine Frau meldete sich zu Wort und erzählte von einer schweren überstandenen Krankheit, die ihrem Leben eine positive Wende gebracht hat. Ein Mann erzählte von einer wichtigen Prüfung, die er bestanden hat. Das erreichen selbstgesteckter Ziele und die eigene Weiterentwicklung sind für den Referenten ein weiterer Punkt zum persönlichen Wohlbefinden. Lebensglück bestehe auch nicht darin ständig glücklich zu sein, meinte Fritz-Schubert. Wichtig für das eigene Wohlbefinden im persönlichen Sinne seien 6 Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen:

1.    Autonomie: dazu gehöre ein selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Leben.

2.    Positive Beziehungen: dazu gehöre ein stimmiges, positives Umfeld, in dem man sich wohl und geborgen fühle.

3.    Sinnfindung und Wertschöpfung: die eigenen Werte erkennen, sich die Frage zu stellen: „Ist es sinnvoll und wertvoll was ich tue?“ und die Fähigkeit zu reflektieren.

4.    Selbstwert: Selbstakzeptanz, ein stabiler Selbstwert ist wichtig. „Wer bin ich? was kann ich? was brauche ich? Was will ich? diese Fragen sollte man sich stellen.

5.    Persönliches Wachstum: „Was sind meine persönlichen Ziele?“, „Was tue ich dafür, um sie zu erreichen?“ seien nützliche Fragen. Die Komfortzone zu verlassen, etwas zu wagen und mutig zu sein mache Sinn.

6.    Umweltbedingungen: „Bin ich gefestigt?“ „Habe ich Kompetenzen um mit Krisen umzugehen?“, seien auch wichtige Fragen, die man sich stellen solle.

Glück ist wie ein Maßanzug sagte Fritz-Schubert. Jeder müsse seinen selbst finden und aufpassen, dass er nicht den des Nachbarn anhabe.

Schaffen sie den Sprung vom „Erdulder“ zum „Gestalter“, seien sie ihr eigener Lebenskünstler gab der Referent auf den Weg.

Übrigens das Schulfach „Glück“ kann in allen Schulen eingeführt werden, wenn Freiräume vorhanden sind, ob als Förderunterricht, Wahlfach, AG, Ethikunterricht….

www.fritz-schubert-institut.de

 gez. Monika Kretz

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen